Weitergehen….

So eine Absage zu bekommen ist nie toll. Na ja, genau genommen war es ja keine Absage. Kein hübsch dekorierter Präsentkorb mit einem dicken Schleifchen mit der Aufschrift „DU NICHT“ dran. Es ist eher so mein Gefühl gewesen, welches mir Feierlich die rote Karte vor die Nase hielt. Mein Gefühl, welches sich im Bezug auf ihn nicht geändert hat, was aber im Bezug auf das ganze an sich, einen ordentlichen Dämpfer bekommen hat. Irgendwie bekam ich plötzlich, obwohl wir uns immer gut verstanden haben und ja Hoffnungen in mir hegte (und eigentlich immer noch tue), ein Gefühl der Ablehnung. Eher noch…der Duldung. Denn auf meine Frage, ob er mir aus dem Weg geht oder was wäre bekam ich nur ein gedruckstes „Nö“ und damit war das Thema, zumindest für ihn, erledigt. Betretene Stille. Gefühlte Stunden. Und dann fing er, einfach so, als es diese Funkstille über fast 2 Wochen gar nicht gegeben, wie normal das Reden an. Als wären wir erst gestern freundschaftlich und vertraut auseinander gegangen und würden nun vergleichen, was in den letzten Stunden so passiert ist.

Da bin ich dann mal verwirrt. Was soll ich den denken? Abgesehen davon, dass mir sein Verhalten am Anfang so einig Schuppen von Augen schoss.

Ich möchte nicht geduldet sein oder dass jemand nur nett zu mir ist, weil er sich nicht traut zu sagen, dass er von mir angekotzt ist. Schon gar nicht bei ihm. Seitdem komme ich mir bei jedem Blick, bei jedem Wort vor, als würde ich wahnsinnig nerven. Fehlt nur noch, dass er mir ins Gesicht schaut und die Augen verdreht….wie er es bei Kommentaren anderer die ihn nerven, so gerne tut.

Oder wenn er auf seine Uhr schaut, die gar nicht da ist und einfach nur sein rechtes Handgelenk betrachtet….

Egal.

Unerwünscht sein ist kein schönes Gefühl. Und seit Freitag begleitet es mir. Auf der einen Seite, fühle ich mich abgelehnt und auf der anderen Seite, bleibt er noch so lange zum Gespräch bei mir stehen, bis mir fast mein Zug vor der Nase weg ins Wochenende fährt. Ich werde aus ihm nicht schlau. Und ich habe mir vorgenommen, dass ich es auch nicht weiter versuchen möchte.

Ich gebe meine Hoffnungen nicht auf, ich mag ihn weiterhin (ok, mehr als das), aber ich möchte diesen wahnwitzigen Gedanken verlieren, der sich die letzten Monate ausgemalt hat, dass ein „wir“ gar nicht mal so abwegig wäre. Ich möchte all die Gemeinsamkeiten (auch wenn es nur Kleinigkeiten sind) nicht mehr so sehr sehen…. Ich möchte nicht mehr daran denken, dass es doch so ideal wäre…

Ich verliere nicht die Hoffnung. Nicht meine Träume und schon gar nicht meine Gefühle. Aber ich mache mich frei für meine Zukunft, die Aufgaben, die auf mich warten. Die Dinge, die getan werden müssen. Das „Neu“ was zu entdecken ist.

Natürlich würde ich mir wünschen, ich könnte ihn überall dahin mitnehmen. Aber wenn, dann weil er es will und nicht weil ich gerne möchte, dass er das will….

Ein Traum….

Ein Traum….

Ich hatte einen Traum vor ein paar Tagen. Der war so realistisch, dass ich kurzzeitig nach dem Aufwachen nicht wusste, ob es nun Realität ist, oder ob ich (leider) alles nur geträumt habe. Der zweite dieser Art in den letzten 3 Wochen. Der zweite, den ich nach dem Aufwachen und merken, dass es nur ein Traum war, weiterträumen wollte. Der zweite, bei dem dies nicht klappte. Der zweite, an den ich mich genau erinnern kann.

Wir kennen das ja alle. Man hat einen tollen Traum, wacht auf und ein paar Minuten später ist alles weg. Man weiß, es war toll und man weiß, dass man nicht mehr als das weiß. Aber so einer ist das nicht. Ich weiß alles noch genau. Jede Berührung. Jeden Geruch. Jedes Geräusch.

Ist das nicht komisch? Gruselig? Unheimlich?

Schön?

Muskulöse Oberarme

Muskulöse Oberarme

Heute war ich beim Frisör und neben der zierlichen und sehr schmal gebauten Frisörin, sah ich aus wie eine Preisboxerin mit Kampfgewicht. Nicht nur mein Körper war voluminös, sondern auch mein Kopf und mein breiter Nacken (dabei ist der gar nicht breit…). Beneidet habe ich sie schon um ihr Figur. Sie hatte eine schmale Hüfte und muskulöse Arme. Ich weiß, dass ich selbst so nie aussehen werde und ehrlich gesagt habe ich das auch gar nicht mehr. Abgesehen davon, dass mir wirklich der Ehrgeiz fehlt. Vielleicht könnte ich es, trotz meines breiten Körperbaus schaffen, annähernd an ihre Maße heranzukommen, allerdings weiss ich, dass ich auch mit diesen Maßen nicht glücklicher wäre, als ich es jetzt auch sein kann.

Glück kommt nicht von meiner Figur. Glück kommt von mir. Aus mir. Aus meinem Herz und meiner Seele. Vielleicht auch aus meiner Einstellung (sagt der Pessimist). Ich bin mein Glück. Und auch wenn ich manchmal echt schlecht drauf bin….das wäre ich mit schmaler Hüfte und muskulösen Armen auch. Ganz sicher sogar…..