Ein mögliches Ende einer Schwangerschaft: Der Kaiserschnitt

Begriffserklärung:

Woher der Begriff Kaiserschnitt ( med. Secio) kommt, ist heute nicht mehr genau nachvollziehbar. Gerüchten zufolge stammt der Begriff aus dem alten Rom. Wonach Caesar (lat. Kaiser) aus dem Leib seiner Mutter „geschnitten“ worden sei.

Andere Quellen behaupten, dass der Name auch auf die „Kaiserschnittgeburt“ von Kaiser Franz Josef I. von Österreich zurück zu führen ist.

Man sieht also, dass man nichts weiß. Fakt ist, er ist da.

Quelle: www.online-artikel.de

Definition:

Die Geburt wird durch einen operativen Eingriff, bei dem Bauchdecke und Gebärmutter geöffnet werden, „eingeleitet“.

Operationsverlauf:

Die Schwangere wird mittel Spinalanästhesie (Kreuzstich) oder Peridualanästhesie (PDA) betäubt. Bei Notkaiserschnitten oder speziellen Vorerkrankungen ist auch eine Vollnarkose möglich.

In der Regel dauert der Eingriff 30 Minuten.

Quelle: www.google.de

Primärer Kaiserschnitt:

„Wunschkaiserschnitt“ bzw. Kaiserschnitt aufgrund medizinischer Indikation. Bauchöffnung vor Beginn der Geburt (ca. 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin). Die Wehen haben in diesem Fall noch nicht eingesetzt.

Sekundärer Kaiserschnitt:

Die Geburt hat schon begonnen. Wehen haben eingesetzt und die Fruchtblase ist geplatzt. Aufgrund von Komplikationen muss das Kind operativ entfernt bzw. auf die Welt geholt werden.

Vorteile einer Kaiserschnittgeburt für die Schwangere:

Der Kaiserschnitt ist eine sichere Variante das Kind auf die Welt zu holen, besonders wenn gesundheitliche Probleme oder Vorerkrankungen bei der Schwangeren und dem Kind vorliegen. Auch bei Steißlage (das Kind liegt mit dem Unterteil im Becken der Mutter und nicht korrekterweise mit dem Kopf) wird der Kaiserschnitt als sichere Geburtsmethode gewählt.

Im Falle eines Wunschkaiserschnitts ist ein weiterer Vorteil dass der Termin gewählt werden kann, um so zum Beispiel dem Vater eine Teilnahme an der Geburt zu ermöglichen.

Abgesehen von den Vorteilen für die Schwangere (diese können dennoch unterschiedlich sein und auch Angst vor starken Schmerzen kann ein Grund für einen Kaiserschnitt sein, OBWOHL auch beim Kaiserschnitt Schmerzen normal sind und diese auch über Wochen anhalten können und nur langsam verschwinden, während die Schmerzen einer Geburt meist schnell vergessen sind – sollte kein Dammriss oder andere Verletzungen vorliegen) hat eine Kaiserschnitt aufgrund der Planbarkeit auch erhebliche Vorteile für eine Klinik, da der Geburts- und Genesungsverlauf komplett geplant werden kann.

Vorteile einer Kaiserschnittgeburt für das Baby:

Für das Baby hat diese Geburtsvariante erhebliche Vorteile, da so Schädel- oder Schlüsselbeinbrüche, die bei einer normalen Geburt durchaus vorkommen können. Ein wichtiger Vorteil ist auch die Vermeidung von Hirnschäden durch einen möglichen Sauerstoffmangel aufgrund eines Geburtsstops.

Kurzum: Der Kaiserschnitt bietet durch seine erhöhte Kontrolle viele Vorteile für alle Beteiligten.

Nachteile einer Kaiserschnittgeburt für die Schwangere:

Ein Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff und jeder Eingriff bietet Nachteile. Hinzu kommt, dass es sich um einen Bauchschnitt handelt und diese meist mit vielen langwierigen Schmerzen einhergehen. Ein Bauchschnitt ist eben keine Lappalie, hat mein Arzt zu mir gesagt. Fakt ist, dass die ersten paar Tage nach der Geburt sehr schmerzhaft sein können und dennoch eine Mobilisation (aufstehen aus dem Bett) einen Tag nach der Geburt vollzogen wird. Es werden zwar Schmerzmittel gereicht, diese decken aber die Schmerzen nicht vollkommen ab. Darüberhinaus kann eine Kaiserschnittnarbe auch noch mehrere Wochen weiterhin schmerzen.

Wie bei allen Operationen besteht das Risiko, dass sich die Narbe entzündet, Embolien oder Thrombosen entstehen oder Verwachsungen entstehen können.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Gebärmutter im Vergleich zu einer normalen Geburt langsamer zurückbildet. Zwar ist der Wochenfluß meist schwächer als bei einer normalen Geburt, jedoch kann er sich länger hinziehen.

Viele Menschen behaupten auch, dass ein Nachteil des Kaiserschnitts die fehlende Bindung zwischen Mutter und Kind ist, die sich angeblich bei einer natürlichen Geburt entsteht. Das ist allerdings Quatsch. Eine Kaiserschnittgeburt wird von der Mutter genauso wahrgenommen wie eine normale Geburt, bis auf den Schmerz. Auch bei einem Kaiserschnitt bekommt die Mutter nach der Geburt das Kind sofort zu sehen und kann somit eine Bindung herstellen. In vielen Krankenhäusern wird das Aufbauen eines Verhältnisses zwischen Mutter und Kind so groß geschrieben, dass der Mutter nach der OP das Kind sofort auf die Brust gelegt wird um sich so „besser kennen zu lernen“. Ich war in einem derartigen Krankenhaus und kann zudem nicht behaupten eine schlechtere Bindung zu meinem Kind zu haben, als wenn ich es natürlich auf die Welt gebracht hätte.

Nachteile einer Kaiserschnittgeburt für das Baby:

Von Kaiserschnittgegnern werden eine Menge Nachteile für das Baby bei einer Kaiserschnittgeburt aufgezählt: diese ziehen sich über psychische Probleme aufgrund der „nicht stattgefundenen Geburt“ bis hin zu Problemen der Atem- (durch den fehlenden Geburtsvorgang wird das Fruchtwasser nicht ordentlich durch die Lungen gepresst) oder Darmwege (geschädigte Darmflora, da das Baby nicht die nötigen Bakterien aus dem Geburtskanal aufnehmen kann). Bisher konnten diese Nachteile aber nicht medizinisch belegt werden. Auch ständig tränende Augen (Tränenwegs-Stenose) sollen ein Nachteil sein.

* * *

Dies war mein letzter Post zum Thema Schwangerschaft und somit endet eine lange und spannende Reise für mich. Ab heute folgen wieder Berichte über das Thema Diät, Abnehmen, Sport und gesunde Ernährung.

Vielen Dank an alle Leser, die mir trotz der Themenumstellung treu geblieben sind und mich während dieser Zeit unterstützt haben. Ich hoffe, ihr bleibt mir auch weiterhin treu.

LG Daniela

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