Ich schaffe das!

Gestern habe ich begonnen, mein Essverhalten zu verändern. Wieder auf ein normales Maß zu bringen und wirklich darauf zu achten, was ich esse und wie viel. Immerhin habe ich auch Nahrungsmittelallergien, mit denen ich einigen Ärger im letzten Jahr hatte, den ich nicht wieder haben will. Mir ging es gut und da will ich wieder hin.

Zu allererst habe ich mir Noom runtergeladen. Eine „Abnehm-App“ wie man neuerdings so schön sagt. Ich kann dort mein Gewicht, meine zu mir genommenen Lebensmittel und meine Sporteinheiten eintragen. Zusätzlich bekomme ich tolle Tipps und täglich Aufgaben, die meinen Alltag ein bisschen bunter gestalten sollen und mir helfen, einer gesunden Ernährung treu zu bleiben. Ich brauche wirklich die Möglichkeit, mein Essen zu notieren. Ich brauche den Überblick – nicht die Kontrolle. Nur so kann ich sehen, was ich falsch mache. Zusätzlich gab es noch eine „Trink-App“, denn ich trinke definitiv zu wenig. Laut App sollte ich 2,7 Liter zu mir nehmen und das habe ich mit Müh und Not gestern sogar geschafft. Die App erinnert mich stündlich an mein Vorhaben mehr Wasser zu trinken und ich bemühe mich, mich daran zu halten. Ich finde „Trink!Wasser“ toll – kann ich also nur empfehlen. Gestern habe ich dann auch endlich wieder mit Sport begonnen, nachdem mein Online-Fitnesstudio schon eine Vermisstenanzeige erstellt hatte. Vier Wochen habe ich mich da nicht mehr blicken lassen. Meine Einheit gestern hat zwar nicht sehr viele Kalorien verbraucht (nur 153) aber wirklich gut getan. Heute habe ich noch eine Einheit und auf die freue ich mich richtig.

Als ich mich gestern morgen im Spiegel angeschaut habe, habe ich eingesehen, wie dumm ich eigentlich bin, mein Programm nicht weiter zu machen. Weiter Sport und gesunde Ernährung zu praktizieren. Auf meinem Bauch zeichnen sich leichte Anzeichen von Muskeln und regelmäßigem Bauchtraining ab. Minimal, aber ich sehe es und ich will nicht, dass diese Zeichen wieder verschwinden. Ich will das doch durchziehen! Mensch! Kann doch nicht so schwer sein.

Das interessante an der Sache ist, dass ich genau WEISS, dass es mir ohne Chips (eigentlich waren es ja Flips. Käseflips.) und Süßigkeiten um einiges besser geht. Körperlich und psychisch. Zumal ich das meiste Zeug ja auch nicht vertrage. Früher oder später gibt es einen Knall und ich hänge wieder tagelang über der Schüssel und bin zu nichts zu gebrauchen. Das will ich nicht. Ich merke, dass ich mich schon wieder mit dickeren Frauen vergleiche (was man nicht tun soll) und dass ich mich selbst immer dicker sehe als die anderen (was man auch nicht tun soll). Ich habe in den letzten Monaten also so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann – besonders wenn man es besser weiß und das auch immer predigt.

Ich würde sagen, gestern war ein guter Tag und ich will den heutigen Tag mindestens genau so gut machen.

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, vermehrt mein Essen von daheim mitzubringen. Frische Sachen kaufe ich hier (Salat, Gemüse, Obst, Eier). Gestern habe es also einen Smoothie, Hüttenkäse, 2 Eiweißshakes, 2,5 Liter Wasser, 400ml fettfreie und laktosefreie Milch, einen lakosefreien Schokopudding, eine halbe Brezel (zur Animation meines Sohnes) und 3 Kaffee. Ich hatte weder Hunger noch das Gefühl, dass mir etwas fehlt und am Ende des Tages noch 300 kcal zur Verfügung, die ich nicht genutzt habe. Heute steht auf dem Speiseplan:1 Eiweißshakes mit 200 ml laktosefreier und fettfreier Milch, ein Smoothie, wieder mindestens 2,5 Liter Wasser, 0,5 Liter Buttermilch und glutenfreies Landbrot mit Pfefferfrischkäse. Ich denke, dass ich mir heute etwas Obst kaufen werde. Hab da heute Bock drauf. Mein Essen für morgen habe ich noch nicht geplant.

Gestern habe ich viele liebe Zuschriften bekommen zu meinem Beitrag. „Beschimpft“ und angetrieben wurde ich nur einmal (fand ich toll). Überraschenderweise waren die Überzahl meiner Gesprächspartner Männer – sonst spreche ich mit meinem Thema ja meist nur Frauen an. Ich erhielt nochmal überraschender Weise Zuspruch und keine Sprüche wie „Dann reiß dich doch zusammen“ oder „du bist ja selbst Schuld“, obwohl diese berechtigt gewesen wären. Ich mus sagen, dass ich wirklich konstruktive „Kritik“ bekam, über die ich gestern noch einiges nachgedacht habe und von der ich sagen kann, dass sie mich weiter bringen wird, wenn ich sie nicht außer Acht lasse. Für August habe ich mir ein großes Ziel gesetzt. Minus 10 Kilo bis zu meinem Geburtstag. Jetzt glaube ich, dass dieses Ziel vielleicht etwas zu hoch ist. Ich sollte klein anfangen. Wie klein ist ein realistisches Ziel für diesen Monat? Noom sagt 3 bis 4 Kilo. Dann soll also das mein Ziel sein. 3 Kilo will ich diesen Monat verlieren. Dann wäre ich wieder bei 78 Kilo – NEIN, zu meinem aktuellen Gewicht möchte ich jetzt nichts mehr hören! Weder von mir, noch von euch!

Und hier sind noch einige Ziele, die ich mir für diesen Monat gerne stecken würde:

  • Ich kaufe diesen Monat keine Klamotten – denn kein Kleidungsstück der Welt macht mich schlanker, wenn ich weiter fresse wie ein Scheunendrescher. Ich genehmige mir ein Kleidungsstück, wenn ich am Ende des Monats mein Ziel erreicht habe!
  • Ich würde gerne ein Gericht aus meinem Paleo-Kochbuch nachkochen. Und zwar etwas, was ich so vorher noch nicht gegessen habe. Was neue ausprobieren, sozusagen.
  • Ich möchte diesen Monat keinen einzigen Trainingstag ausfallen lassen oder verschieben. Egal wie blöd auch die Übungen sein sollten. Ich mache alles so gut es geht und mit voller Power mit!
  • Ich möchte diesen Monat mal nicht naschen. Ich erlaube mir zwar 2 Naschtage, da darf aber nur Slazkaramellschokolade gegessen werden – die ich nur in Wien bekomme. Eine andere Süßigkeit wird nicht akzeptiert.
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