Ausgang versperrt – neuen suchen….

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Also gestern ging es mir ja mal richtig beschissen. Beschissener als sonst – eine Steigerung ist wohl immer möglich. Die Hitze hat ihr Übriges getan oder war genau genommen der Auslöser für all das Theater. Migräne, Hitzeschlag (und das in meiner Wohnung!) und Magen-Darm-Probleme (selbst schuld, wenn ich einfach wieder glutenhaltig fresse als würde es keinen Morgen geben).

Ich weiß, dass ich an meinem Übergewicht teilweise selbst schuld bin, weil ich mich einfach nicht beherrschen kann. Weil ich nicht so weit denke, mich zu beherrschen bzw. erst daran denke, wenn es eh schon aufgegessen ist. Und ich weiß auch, dass ich was ändern muss und nur ich daran was ändern kann und aufhören muss zu jammern. All das weiß ich, aber im Moment bin ich machtlos. Ich kann nichts ändern. Es ist wie es ist im Moment und ich lasse es über mich ergehen. Ich weiß, dass sehr viel Arbeit, Frust und Trauer, Wut auf mich zukommen wird, aber ich kann mich nicht wehren und ich werde auch das durchstehen. Ich weiß, dass ich alles durchstehen kann. Die Frage ist immer nur, wie lange es dauern wird. Gestern ging es mir also beschissen. Also genau genommen tut es das heute auch noch.

Im Gegensatz zu allen anderen Orten warten wir hier noch auf das erlösende Gewitter, welches sich einfach nicht über die Berge traut. Kann ich verstehen, man weiß ja nie, was hinter dem nächsten Hügel auf einen lauert. Aber wenn ich ein Gewitter wäre, würde ich donnernd und blitzend einfach voranpreschen. Wer mir dumm kommt, bekommt eine Ladung Hagel ins Gesicht. Oh Mann, ich wäre echt gerne ein Gewitter….

Meine Stimmungen schwanken wie ein Flummiball. Ich bin froh, dass ich meinen Sohn, meine Familie und meine tollen Freunde habe, die dennoch bei mir sind und versuchen, mich immer aufzumuntern – sei es durch eine feuchte Umarmung (mein Sohn) oder dumme Sprüche und lustige Geschichten. Ich bin für alles dankbar. Besonders für die Menschen an sich, die das alles versuchen mit mir zusammen durchzustehen. Obwohl sie mir eigentlich gar nicht helfen können. Es aber jeden Tag aufs Neue versuchen. Für ein paar Stunden sind sie sogar erfolgreich. Danke! Ich habe euch alle verdammt lieb!

Ich möchte auch euch danken! Den Menschen, Lesern, die mich nicht kennen und versuchen, mich durch Kommentare und Zuschriften zu unterstützen und mir Mut zu machen. Ich freue mich wirklich dass es da draußen ein Echo auf meine getippten Selbstgespräche gibt. Ich höre auch von vielen, dass es ihnen genauso geht und ich möchte nur sagen: Ihr seid nicht alleine. Wir sind nicht alleine!

Ja ich weiß, dass klingt wie aus einer Fantasyserie….“wir sind gekommen…um euch zu holen“…bla bla bla aber das muss mal gesagt werden. Und wenn schon Fantasy, dann bitte was mit Vampiren. Oder Jenseits. Oder beidem. Ach egal…

Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft auf die Kommentare zu antworten. Ich möchte das aber. Jedem einzelnen und ich hoffe, ihr könnt verstehen, dass ich das im Moment noch nicht kann, es aber definitiv tun werde, sobald es wieder ein bisschen heller um mich herum geworden ist. Ich vergesse niemanden, der mir in der Not zur Seite stand und sei es nur durch einen kleinen Kommentar.

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