Ich stelle weiß Gott nicht jeden Beitrag online oder teile ihn in Bloggergruppen. Einfach, weil ich sie selbst zu belanglos finde um überall damit hausieren zu gehen. Manchmal habe ich auch einfach keinen Bock. Diesen Blog mache ich hobbymäßig. Habe ich Erfolg damit und lesen ihn viele Leute, dann freut mich das, aber ich muss damit auch keinen Blumentopf gewinnen und ich will damit auch kein Geld verdienen. Es gibt schon so viele Menschen die das machen, manche von ihnen gut und erfolgreich. Andere machen es eben einfach so. Da muss ich mich nicht auch noch reinquetschen, nicht auch noch dabei sein. Ohnehin kotzt mich dieses „höher, schneller, weiter“ einfach total an. Es muss immer alles besser sein, alles schöner sein, alles dünner sein, alles länger sein. Fuck it! Es ist mir so rotze wie etwas sein soll oder wie andere meinen, wie ich sein soll! Ich bin nicht so wie ich soll. Ich will so sein, wie ich nunmal bin. Wenn mich dieser Variante andere nicht mögen, dann geht mir das an meinem fetten Hintern vorbei. Mit Glitzer drauf. Bei meiner Geburt hat keiner gesagt „oh wie süß, schau, wenn sie groß ist, wird sie mal sein wie andere sie gerne hätten“ Ne, da scheiß ich drauf. Andere waren mir generell schon immer egal.

Deswegen habe ich auch so wenig Freunde. Ich komme nur schwer an andere ran. Die meisten anderen sind so komisch und ganz ehrlich…die sind total gruselig. Findet ihr nicht? Ich bin mir sicher, dass mich die Leute auch gruselig finden. Das fände ich toll, weil sie mich dann wenigstens in Ruhe lassen – nicht, dass ich jetzt nicht auch schon in Ruhe gelassen werde.

Aber auch in meinem Leben gibt es diese Momente, in denen ich mir überlege, wie es wohl ist, so beliebt und begehrt zu sein, mit 2.000 mir privat bekannten Freunden in meiner Freundesliste und 500 Likes pro Foto, bei denen sich dann die Kommentare überschlagen wie süß ich doch bin (*kotz* ich bin einfach nicht süß – außer, ich habe eine Praline in meiner Hand). Ohne Scheiß jetzt, wie ist es so mitten drin zu sein? In der Mitte einer Gesellschaft, die außer Äußerlichkeiten nicht viel zu bieten hat? Mitten in der Oberflächlichkeit und Stupidität. Wie muss das sein? Entschuldigt diese Frage, ich weiß es einfach nicht. Ich habe mich mein Leben lang außerhalb der Gesellschaft, der Mode und der Masse bewegt und mich eigentlich immer recht wohl gefühlt. Ich fühle mich nur schlecht, wenn ich in dieser Gesellschaft leben muss, wenn sie mich täglich umgibt und ihre Giftpfeile in meine Randgebiete schießt.  Wie ist es, so mitten drin?

Vielleicht verrät es mir ja mal jemand. Und wenn nicht, ist auch nicht schlimm, denn was ich von ihr draußen sehen kann, macht mir nicht wirklich Spaß. Mit all den Modepüppchen und Hippstern kann ich mich sowieso nicht anfreunden.

Erst heute habe ich wieder so ein Trüppchen gesehen, die mich mit meinem Kinderwagen gleich komisch gemustert haben. Als wäre ich ein pinkes Nilpferd mit einer Schleife auf dem Kopf welches einen Bollerwagen voller Rosinenschnecken vorbeifährt. Schön muss es sein, habe ich mir gedacht, wenn man so in einem Rudel leben kann, was für einen einsteht, wenn man mal wieder das Maul zu weit aufgerissen hat. Blöd, dachte ich mir nur, wenn das gesamte Rudel das Maul generell nur zum rauchen aufbekommt. Als gäbe es ein neues Gesetz, welches nur Menschen mit mehr als 3 Hirnzellen das reden erlaubt. Das kann natürlich sein. Da kenne ich mich nicht aus. Juckt mich auch nicht.

In meiner Jugend haben sie immer zu mir gesagt, ich wäre intolerant, weil ich mich nicht für das interessiert habe, was gerade in war: Schlaghosen, Bauchfreie Tops und Pinker Lidschatten. Dann war ich mal cool, weil ich meine eigene Meinung hatte und mich nicht für die Meinungen anderer interessiert habe. Ein Rebell wäre ich und würde gegen das System arbeiten, obwohl ich immer nur gegen das System gedacht habe, weil ich mir wegen sowas nicht die Hände schmutzig machen wollte. Und heute? Heute bin ich sozialkritisch und halte mit meiner speziellen Meinung nicht hinter dem Berg – auch nicht in der Art und Weise, wie ich meine Meinung darstelle. Alle drei Meinungen haben gemeinsam, dass keine wirklich auf mich zutrifft. Aber wer interessiert sich heutzutage noch für die Wahrheit?

Und warum ich all das schreibe?

Ich weiß nicht, mir war langweilig. Besser als essen.

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