Happy new year

Happy new year

Und wieder geht ein Jahr zu Ende. Ein schmerzhaftes, stressiges, leidvolles und besonders lehrreiches Jahr. Es ist viel passiert, auch wenn man das auf den ersten Moment nicht bemerkt.

Ein alter Dämon hat mich erneut auf die Knie gezwungen, mich geschunden und malträtiert um mich letztendlich weinend und schreiend auf dem Boden liegen zu lassen und mir lachend dabei zuzusehen, wie ich mit gebrochenen Gliedern versuche, aufzustehen und Halt zu finden.

Ich habe wieder viel gelernt. Über mich. Über andere. Und über die verschiedenen Scheinwelten hinter den netten lächelnden Gesichter anderer Leute. Sei es nun Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn oder Menschen die sich Freunde nennen. Wäre ich nun Pessimist (der ich ab morgen nicht mehr sein möchte) würde ich sagen, dass man niemanden mehr vertrauen kann, außer sich selbst (und selbst das fraglich ist manchmal) und dass man auf andere nicht mehr bauen soll. Aber ganz ehrlich, so abgeklärt möchte ich nicht sein. Ich finde das scheiße. Ich möchte mir nicht neue Bekanntschaften, tolle Menschen, Spaß oder einfach nur Freude versagen weil ich von vornherein abblocke. Ich will alles sehen! Und alles erleben! Jedes Glitzern. Jedes Funkeln. Jeden Flügelschlag einer Libelle. Und all diese vielen schönen Dinge möchte ich dann meinem Sohn zeigen ohne ihm verbittert erklären zu müssen, dass die Welt schlecht und wir ganz arme Schweine sind. Weil beides nicht stimmt! Die Welt ist nicht schlecht. Die Menschen sind nicht schlecht. Und wir sind auch nicht schlecht.

Vorsätze

Heute habe ich einen tollen Satz gelesen, der in etwa so ging:

Vorsätze kann sich jeder setzen. Ich werde es jetzt einfach tun.

Und das stimmt. Das ist mein neues Motto! Ich will nicht mehr planen, ich möchte es machen. Ich will nicht sagen, dass ich morgen mit was auch immer anfange. Ich fange  an. Es gibt nichts mehr zu verlieren und ich will mir im nächsten Jahr nichts mehr vormachen. Ich will da sein.

Zum Da sein gehört auch gesund werden und das ist mein Hauptaugenmerk im neuen Jahr. Ich werde endlich endlich endlich meine Therapie beginnen und hoffe, dass ich bald wieder voll da bin. Alles erleben, alles sehen und alles machen kann. Und dann soll mich nichts mehr stoppen. Keine Kompromisse. Keine Vorurteile. Keine Zwänge.

Veränderungen

In diesem Jahr gab es viele Veränderungen. Meinen Job habe ich aufgegeben. Viele meiner Hobbies musste ich aufgeben. Ich habe einige Menschen aufgegeben und viele meiner falschen Einstellungen, die mir selbst das Leben schwer gemacht haben. Ich habe mich geändert. Langsam bin ich wieder auf dem Weg zu mir selbst, über einen holprigen Pfad, der sowohl meinem Inneren als auch meinem Umfeld geschadet hat. Ich habe mich nicht mehr verhalten wie ich eigentlich bin. Habe nicht mehr so auf äußere Einwirkungen reagiert. Und ich habe mich als das, was ich war auch nicht mehr wohl gefühlt. Bis es einen Knall gab im Frühsommer und plötzlich gar nichts mehr ging. Ich konnte keine Geräusche mehr ab. Kein Reden, kein Nörgeln, keine Anweisungen und besonders keine Zwänge zu Dingen, die gar nicht mein Business sind. Selbst das Denken konnte ich nicht mehr ertragen. Und als meine Hülle, bewandert von Dämonen in diesen Junitagen umherirrte wurde mir in der letzten Glut tief in meinem Inneren bewusst, dass ich jetzt ab diesem Punkt nicht mehr alleine herausfinde. Aber mir klar, dass ich einen Weg finden muss. Ich suchte mir professionelle Hilfe, medizinische Hilfe und Menschen, die mir zuhörten, ohne Vorurteile, ohne kluge Sprüche und ohne Ratschläge und ich sah, dass es am Ende dieses Tunnels Licht gibt. Ich sehe dieses Licht, wenn ich auch noch weit davon entfernt bin. Auch zum jetzigen Zeitpunkt noch. Wichtig ist, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Wichtig ist, man selbst zu sein. Loyalität und Toleranz sich selbst gegenüber sind die ersten Schritte. Sich so zu nehmen wie man ist. Sich so zu akzeptieren und sich so wertzuschätzen. Das sind gerade die Phasen, die ich für mich durchkämpfe. Und auch das werde ich schaffen. Und ich weiß, dass ich daran nicht alleine arbeiten muss, weil mir neben meiner Psychologin und meiner Therapeutin, meine Familie und meine Freunde eine helfende Hand (und manchmal auch 2 zusammen mit ein paar Armen, viel Kaffee (danke Tobi, du bist der absolute Schatz) und einer Menge Süßigkeiten) reichen. Dafür bin ich dankbar.  Danke!

Pfui

Und ich möchte auch den Menschen danken, die mir 2015 so richtig auf den Arsch gegangen sind. Die mich allein schon bei ihrem Anblick daran erinnern, dass man jeden Tag einmal „Dumme Sau“ sagen sollte (frei nach Monika Gruber). Dank euch weiß ich nämlich, was und wen ich nicht will und wie ich nicht sein will. Und das ist verdammt viel. Zu viel, um das hier jetzt aufzuzählen. Ihr habt mir gezeigt, wie toll es ist, ich selbst zu sein und wie tollerererererer *zwinker* es ist, nichts mit euch zu haben zu müssen. Da sieht man erst, wie schön das Leben sein kann, wenn man nicht immer dabei sein muss.

Ich hoffe, dass mir auch 2016 wieder solche Menschen begegnen, damit ich nie die Wertschätzung an dem verliere, was ich habe. Denn das ist wichtig, wie ich finde.

Vor mir liegt ein verdammt spannendes Jahr, denn neben der Tatsache, dass ich endlich wieder gesund werde und auch wieder ein paar Kilos abnehme, kommt mein kleines Monster in den Kindergarten. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für uns. Ich hoffe, dass die Kindergärtnerinnen gute Nerven besitzen, denn von weitem kann man schon ein Grollen am Teletubby-Himmel vernehmen *zwinker*

Last one standing

Heute ist also der letzte Tag des Jahres. Eines Jahr, was wahnsinnig schnell vergangen ist, obwohl es für mich mit so viel seelischem Leid vollgepackt war. Vielleicht ist es gut, dass solche Phasen schnell vorbeiziehen. Vielleicht heilen solche Narben gut.

Draußen probieren die ersten schon ihre Böller und Raketen aus. Mal sehen, wie viele von denen morgen noch alle Glieder am Leib haben (s0llte ihr Leib noch existieren). Ich bin kein Fan von diesem Geknall. Geld in die Luft zu jagen, mit dem man so schöne Dinge (von Tim Holtz) hätte machen oder kaufen können. Verschwendung. In meiner Wohnung ist es ganz ruhig. Ich bin als einzige wach. Tippe. Schniefe. Huste. Jammere manchmal laut vor mich hin und lasse das alte Jahr besonnen und ruhig ausklingen. Keine Hektik, keine Party, kein Stress.

Das allerletzte….

Heute habe ich einen Glücks-Cent gefunden und ihn natürlich gleich dankbar eingesteckt. Ich sehe das als gutes Zeichen. Es geht bergauf. Mit mir. Mit meiner kleinen Welt. Vielleicht auch mit unserer Welt. Das weiß man nicht. Ich weiß nur, dass morgen wieder etwas neues beginnt, was ich mit allen Sinnen und allen Freuden beginnen und annehmen möchte.

 

Und das wünsche ich euch auch. Einen wunderbaren Rutsch in ein erfolgreiches und spannendes neues Jahr.

 

Advertisements

Kommentiere hier...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s