Schlankwasser

Schlankwasser

Ich habe euch heute morgen versprochen (zumindest denen von euch, die mir auf Instagram folgen), dass ich euch verrate, was es mit dem Ingwer-Zitronen-Cocktail, den ich morgens (zumindest habe ich heute mal damit angefangen) nüchtern trinke, auf sich hat. Read more

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Der Spiegel meiner Seele

Der Spiegel meiner Seele

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich mich ständig gefragt, wie mich die anderen wohl finden. Ob sie mich mögen. Und meistens musste ich diese Frage mit „Nein“ beantworten. Die Menschen mochten mich nicht. Ich gehörte nicht dazu – war außen vor. Und wollte gar nicht dazu gehören.

Heute erst sehe ich, dass das gar nichts schlechtes ist. Man  muss nicht immer dazugehören. Aber man sollte dazu stehen. Dazu stehen, anders zu sein. Man selbst zu sein. Das tat ich damals nicht. Ich mochte mich nicht. Und deswegen mochten mich die anderen auch nicht.

Heute ist das anders. Oder? Einiges ist anders. An mir. In mir. Ich mag mich inzwischen. Ich akzeptiere mich so wie ich bin. Ich habe meine Schwächen und meine Stärken und all das macht mich zu einem wunderbaren Menschen. Der aber nicht allen gut gewogen ist und auch dazu stehe ich. Wenn ich Menschen nicht mag, halte ich damit nicht hinterm Berg. Wenn ich Menschen mag, kann ich das auch offen sagen. Ich halte mich fern von denen, mit denen ich mich nicht abgeben will und ich ignoriere die, mit denen ich gar nicht kann. Damit fahre ich gut. Und noch immer gibt es Menschen, die mich nicht mögen. Und das ist vollkommen ok. Doof natürlich, wenn man diese Menschen selbst sehr mag. Aber so ist nun mal das Leben. Klar tut das weh, aber man kann das akzeptieren. Wenn ich merke, dass mich Leute nicht mögen, denke ich angestrengt nach, ob ich denn diese Menschen wirklich mag oder ob ich mal wieder nur gemocht werden will….. es ist nicht einfach. Das Leben ist eine tägliche Prüfung.

Von einer lieben Kollegin habe ich einen tollen Text bekommen, der über das Thema Spiegelreflektionen handelte. Das, was ich an mir nicht mag, kritisiere ich auch bei anderen. Das kommt hin – sehr oft sogar. Und noch einen Interessanten Aspekt habe ich in diesem Text gefunden: Meine seelischen Schmerzen oder Unzufriedenheiten schlagen sich auf meinen Körper nieder. Bin ich dick, möchte ich mich durch das Fett vor etwas schützen. Ich habe auch wieder zugenommen in den letzten Monaten und die Schutzthese kann gut stimmen. Nur vor was ich mich schütze, ist mir noch nicht klar. Aber ich weiß, dass ich keine Angst haben brauche. Vor nichts. Und außerdem, dass mich Fett nicht schützen kann. Ich brauche das nicht. Es bringt mir nichts. Im Gegenteil: es behindert mich und ich muss nicht daran festhalten. Ich kann also wieder Gewicht verlieren, ohne Angst zu haben.

Wichtig ist, dass ich mich liebe und mich so akzeptieren kann, wie ich bin. Auch meinen Körper, meine Hülle, die meine momentane Seelenverfassung widerspiegelt. Alles an mir ist liebenswert.

Alles an euch ist liebenswert.

WTF Body-shaming

WTF Body-shaming

Seit Wochen und Monaten (eigentlich seit Jahren – seit der Geburt meines Sohnes) jammere ich wegen meinem Gewicht und der Tatsache, dass ich es einfach nicht mehr schaffe abzunehmen. Was gleich an mehreren Faktoren liegt: Zum einen, habe ich nicht mehr die Möglichkeit, dann Sport zu machen, wann ich ihn gerne machen würde oder wenn ich ihn brauche. Zum anderen fehlt mir schlicht und einfach die Disziplin und auch die Nerven, die Ernährung aufrecht zu halten. Ich weiß, dass es nicht schwer ist, sich gesund und ohne derartig viel Zucker zu ernähren, aber in „Notfallsituationen“ habe ich einfach noch kein anderes Ventil außer Schokolade gefunden (und für Sport ist leider die Zeit nicht da im Moment). Mag sein, dass das auf viele wie eine Ausrede wirkt, aber das ist mir egal. Ich muss mich vor anderen nicht rechtfertigen – nur vor mir – und deswegen ist es mir auch egal, wie das auf andere wirkt. Die sollen ihren eigenen Dreck machen.

In einem Chat gestern Abend mit meinem besten Freund ist mir aufgefallen, dass ich zwar mehr wiege und auch mehr jammere als vor meinem Kind, ich aber dennoch die gleichen Klamotten trage – ohne dass sie zu eng sind oder sich Knöpfe nicht schließen lassen. Mein Gewicht kann mir also relativ egal sein, da sich anscheinend an meinem Körper nicht viel verändert hat. Wo ist also meine Selbstsicherheit und mein Schlankheitsgefühl hin?

Vor einigen Monaten, war ich bei einer Medizinerin, die mich nicht kannte (also vorher nie behandelt hat). Sie fragte mich nach meinem Gewicht. „Unangenehm“ dachte ich mir. Aber ich war ehrlich und habe gesagt, was ich wiege und sie schaute mich verdutzt an und erklärte mir, dass sie mich nicht auf dieses Gewicht geschätzt hätte. Sie setzte mich sogar 10 Kilo weniger an, als ich bin und das hat mich schon sehr gewundert. „Ja sie sehen halt nicht so aus wie sie sagen dass sie wiegen. Im positiven Sinne. Kann mir gar nicht vorstellen, dass sie das wirklich wiegen“ Das hat mich vom Sessel gehauen. Auch im positiven Sinne.

Warum mache ich mir also so viel Stress? Warum gebe ich ein paar Zahlen auf einer Waage – oder der Waage an sich – so viel Macht über mich und meine Tagesverfassung (selbst wenn ich mich nicht wiege)?

Schlicht und einfach weiß ich das nicht. Eigentlich fühle ich mich wohl in meiner Haut. Genaugenommen kann ich zum ersten Mal in meinem Leben sagen, dass ich mich so akzeptiere, wie ich bin. Ich finde mich ok. Ich muss nichts ändern, um glücklich zu sein. Ich kann auch so glücklich sein – ich bin glücklich. Und da ist es mir egal, ob ich nun Größe 42 oder Größe 38 habe. Mir geht es gut. Ich kann tragen was ich will, ich habe keine körperlichen Beschwerden und ich kann zu mir stehen, mit Stolz, und sagen, was ich erreicht habe. Klar, könnte ich noch mehr erreichen. Klar, irgendwann könnte ich vielleicht sogar mal Size 0 tragen, aber die Frage ist: Will ich das überhaupt? Muss ich das? Und ich kann ganz klar sagen: nein! Mir gefällt Size 0 (als Beispiel jetzt) noch nicht mal. Frauen sehen damit aus wie kleine Mädchen. Oder noch schlimmer: wie kleine Jungs, die sich wie kleine Mädchen anziehen. Natürlich gibt es Frauen, die wunderschön aussehen, auch wenn sie für meinen Geschmack viel zu dünn sind. Aber ich finde einfach, dass an eine Frau ein Hintern gehört, eine Brust, eine Hüfte, eine Taille. Eine Figur – so wie Frauen nun mal sind. Und so eine Frau will ich auch für mich sein.

Und mal ganz ehrlich, mir ist eine wahnsinnig lustige und ehrliche Frau wie Melissa McCarthy lieber als eine zurückgezogene, kühle Victoria Beckham. Ich lasse jeden leben wie er ist, aber deswegen muss er mir noch lange nicht gefallen….