Ein Traum….

Ein Traum….

Ich hatte einen Traum vor ein paar Tagen. Der war so realistisch, dass ich kurzzeitig nach dem Aufwachen nicht wusste, ob es nun Realität ist, oder ob ich (leider) alles nur geträumt habe. Der zweite dieser Art in den letzten 3 Wochen. Der zweite, den ich nach dem Aufwachen und merken, dass es nur ein Traum war, weiterträumen wollte. Der zweite, bei dem dies nicht klappte. Der zweite, an den ich mich genau erinnern kann.

Wir kennen das ja alle. Man hat einen tollen Traum, wacht auf und ein paar Minuten später ist alles weg. Man weiß, es war toll und man weiß, dass man nicht mehr als das weiß. Aber so einer ist das nicht. Ich weiß alles noch genau. Jede Berührung. Jeden Geruch. Jedes Geräusch.

Ist das nicht komisch? Gruselig? Unheimlich?

Schön?

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Der Schrecken der Rauhnächte

Der Schrecken der Rauhnächte

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Wir befinden und mitten in den Rauhnächten (auch: die Zwölf Nächte – meist zwischen 21. Dezember und 6. Januar; Abhängig von der Region). Laut den Legenden wandeln nun die Geister unter den Lebenden. Angeblich sind Geisteraustreibungen als auch Geisterbeschwörungen jetzt am Effektivsten. Für jegliches In-die-Zukunft-Schauen ist jetzt der beste Zeitpunkt und auch unsere Tiere können jetzt durch Sprechen Kontakt zu uns aufnehmen.

Genau zur Mitte der Zwölfnächte – Silvester – steht das Geisterreich offen, Seelen Verstorbener, Geister aber auch Dämonen haben sozusagen Ausgang und treiben sich in unserer Ebene herum. Laut Mythologie ziehen sie dann mit ihren Laternen und laut Polternd durch unsere Straßen um uns zu erschrecken und einige von uns auch zu holen. Bis weit in unsere Zeit hin (und eigentlich immer noch) glauben die Menschen, besonders zwischen Deutschland und dem Osten Europas noch immer daran, dass zauberkundige Menschen zu dieser Zeit Pakte mit dem Teufel abschließen und so als Werwölfe Mensch und Tier bedrohen und sich rächen können. Jedes Jahr in den Rauhnächten wird im Alpenraum durch Perchtenläufe daran erinnert. Dieser Brauch soll Geister und Dämonen daran hindern, die Seelen der Menschen zu holen. Auch das Silvesterfeuerwerk ist Teil dieser „Vorsorge“.

Und weil wir gerade bei Silvester sind: Auch der Brauch des Bleigießen fällt weit zurück in die Zeit der Legenden, als Menschen neugierig auf ihre Zukunft waren (und das sind sie auch heute noch) und bereit waren, auf okkulten Wege danach zu forschen. Es wurde gependelt, Tarot gelegt, das Orakel befragt oder eben Blei gegossen. Der Brauch blieb uns erhalten, wenn heute auch nur als Partygag in geselliger Runde.

Aber auch Tiere sollen von den Rauhnächten stark betroffen sein. So soll es vorkommen, dass sie zum Schlag Mitternacht anfangen, die menschliche Sprache zu sprechen. Wer die Tiere allerdings hört, versteht oder sogar mit ihnen redet, wird schon bald sterben.

Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte sie weder ansprechen noch ihr nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (Bretagne, Wales,Schottland).

Die vier wichtigen Rauhnächte (21./22. Dezember, 24./25. Dezember, 31.Dezember/1. Januar, 5./6. Januar) galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

Wortherkunft:

Die Herkunft des Namens „Rauhnacht“ ist umstritten und nicht klar hinterlegt. Es gibt zwei Möglichkeiten:

Zum einen kann das Wort auf das mittelhochdeutsche Wort rûch (haarig) hindeuten und würde somit für das haarige Gewand der Dämonen oder Perchten stehen, die zu dieser Zeit ihr Unwesen treiben. Andererseits gibt es auch Thesen, dass es auf das „mit Weihrauch ausräuchern“ zurückgeht, da viele abergläubische Menschen noch heute in den Rauhnächten ihre Häuser mit Weihrauch räuchern, da dies Dämonen, Geister und Perchten fernhalten soll.

* * *
Ich bin mit einigen der Rauhnachtbräuchen aufgewachsen, so wird bei uns in den Rauhnächten keine weiße Wäsche aufgehängt und ich persönlich nutze diese Tage gerne um zu Pendeln und Karten zu legen. Beides gehört zu meinen großen Leidenschaften. Ich liebe das Mystische. Und ich muss gestehen, dass ich mit meinen Vorhersagen nur sehr sehr selten falsch lag.

Eine ehemalige Freundin von mir räuchert zu dieser Zeit zum Beispiel immer ihr Haus mit einer eigenen Kräutermischung aus. Und wie steht es bei euch?

Glaubt ihr an diese „Legenden“ oder lässt euch das völlig kalt?
Haltet ihr das vielleicht sogar für Humbug oder Hexerei?


 Quelle: Wikipedia