Tagebuch – Vorbereitung ist der beste Anfang

Das Jahr geht zu Ende und mir schwirren schon einige „gute Vorsätze“ im Kopf herum, die ich auf jeden Fall realisieren möchte. Manche aus gesundheitlichen Gründen, manche, um einfach glücklicher zu sein oder noch glücklich zu werden bzw. dieses Glück auch nach Aussen tragen zu können und manche, einfach so…um neue Ziele zu erreichen, neue Wege zu finden oder einfach weil es vielleicht ein Abenteuer ist, mal was ganz anderes zu machen.

Diese gute Vorsätze – zumindest meine – bedürfen aber auch eine gute Vorbereitung. Beispielsweise nehme ich mir vor, dass ich ab Jänner keine mehlhaltigen Lebensmittel mehr zu mir nehmen möchte. Ausnahmen werden nur für glutenfreie Lebensmittel gemacht und diese Ausnahme darf nur einmal im Monat passieren. Das ist keine aberwitzige Idee von mir, sondern passiert zu 95% aus gesundheitlichen Gründen. Seit heute bereite ich mich auf diesen „aprupten“ und „krassen“ Schnitt vor und esse schon mal keine mehlhaltigen Produkte mehr *zwinker* Einfach um mich einzustimmen und den Teufel an den Haaren zu packen und aus meinem Leben zu schleifen. Es ist ja so…man nimmt sich immer vor, dass man Diät macht zum Beispiel…ab morgen..oder ab Montag…oder ab nächsten Monat. Das mache ich im übertragenen Sinne auch. Ich fange ab 01. Jänner damit an, was weg zu lassen. Ich weiß aber, dass ich Heißhunger bekommen werde, wenn ich mir das so plötzlich verbiete. Deswegen bereite ich mich vor. Ich lasse einfach jetzt schon Mehl weg, aber denke nicht weiter drüber nach, weil mein Vorsatz ja erst in 4 Wochen startet. So habe ich keine Entzugserscheinungen, denn eigentlich kann ich ja jetzt noch essen, wenn ich wollen würde. Ja, damit verarsche ich mich selbst (und wenn mich wer verarscht, dann bin ich das). Aber wisst ihr was? Das klappt wunderbar! Das hat damals auch geklappt und ich sehe auch für dieses Mal ein wunderbares grelles Licht am Ende des Tunnels. Heute gab es zwar ein dreivierteltes geschenktes Kipferl am Morgen aber sonst blieb ich – zumindest bis jetzt – standhaft: Eier, Äpfel, Grünen Tee und bisher 3 Tassen Kaffee. Ich bin gut dabei und ich habe keinen Hunger. Ich fühle mich sogar super und freue mich jetzt schon auf das, was noch kommen mag, bis mein Vorsatz wirklich startet.

Apropos Vorsätze.
Habt ihr euch darüber schon Gedanken gemacht?
Was haltet ihr denn davon, ein neues Jahr mit neuen Taten (die man hoffentlich auch durchzieht) zu starten?

Über meine Vorsätze werde ich, wenn das Jahr so richtig zur Neige geht, noch gesondert berichten. Aus dem Grund, weil ich das alles noch gar nicht wirklich zusammen habe, was ich mir vornehme, was ich erreichen will. Ich weiß nur, dass Pläne zu schmieden was schönes ist und Lust auf das Leben macht! Wer keine Wünsche, Träume, Hoffnungen und Vorsätze hat, hat auch kein Leben mehr….Denkt mal drüber nach…

Zu Weihnachten hat Gott das Kaufhaus erfunden

Deswegen feiern wir dieses Fest überhaupt. Wusstet ihr das noch nicht?

Wer das Zeug mit der „Jungfrau“ Maria, dem im Stall geborenen Heiland und den drei alten Königen mit den lahmen und total outen Geschenken glaubt, spinnt doch.

Nein, ganz im Ernst jetzt: vor Millionen von Jahren saß Gott eines Tages im Winter alleine in seinem Schaukelstuhl und starrte gelangweilt in die Welt hinaus. Er suchte Schwung! Er suchte Pepp! Höher, schneller, Weiter! Kaufhaus! Tadaaaa!!!

Von diesem Tag an stürmten alle Rassen und Geschlechter jedes Jahr um die gleiche Zeit wie wahnsinnige Zombies mit Blutgeruch in den abgeknabberten Nasen in die Geschäfte und kauften ein, was das Zeug hält. Und damit auch keiner diese Zeit vergisst, wird schon ab August durch Süßigkeiten in Weihnachtsmannform (für alle die es noch nicht wussten, der Weihnachtsmann war der erste Geschäftsführer….ja – ach, ist das Leben schön oberflächlich) oder Spielzeugwerbung im Fernsehen daran erinnert. Und weil dieser Tag gar so schön war, schenkt man sich seitdem jedes Jahr zu Weihnachten viele unnütze und sinnlose Geschenke, zwingt Menschen dazu sich schon Monate im Voraus Gedanken über Dekorationen zu machen und versprüht aufgesetzte Heiterkeit und Nächstenliebe in den Städten.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Es wurde noch ausgefeilter, alles noch teurer. Inzwischen werden uns sogar schon „Trendfarben“ für den Tannenbaum vorgegeben. Es gibt Rankings der besten und der schlechtesten Geschenke. Verpackungsservices in den Kaufhäusern. Bringdienste.

Darf ich kotzen?

Mag sein, dass ich jedes Jahr das Gleiche schreibe. Mag aber auch sein, dass ihr jedes Jahr den Konsumterror pflegt und Menschen damit in den Wahnsinn und in die Verzweiflung treibt.

Weiß einer von euch den Sinn von Weihnachten?

Hat einer von euch verstanden, worum es überhaupt geht?

Denkt ihr ab August generell nicht mehr oder läuft euer Jingle-Bells-Hirn nur noch auf Sparflamme, damit man nicht verpasst das originellste Geschenk zu finden?

Wie wäre es mal mit Intelligenz?

Oder mit Realismus?
Bescheidenheit?

Schenkt euch doch mal was ganz Originelles (wenn ihr schon unbedingt schenken wollt), was den Sinn der Weihnacht unterstreicht. Schenkt euch Zeit. Schenkt euch Liebe. Schenkt euch Freundschaft. Zusammenhalt. Gemeinschaftssinn. Wünscht euch Glück und Gesundheit. Freude und noch viele schöne Erlebnisse miteinander….

Und nicht teure Spitzenunterwäsche, Analplugs, Küchenmaschinen, Haarspray und Kniestrümpfe. Keine Autos, Küchen, Häuser – auch nicht für Barbies oder Playmobil. Keinen teuren Schmuck, Schuhe oder Schönheitsoperationen.

Denkt doch einfach mal nach.

Und auch wenn ihr es noch nie probiert habt….versucht es mal…

Am Anfang ist es ungewohnt, aber wenn man sich mal damit vertraut gemacht hat, dann geht es ganz leicht und dann geht einem auch das ein oder andere Licht auf.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier….

…dann steht der Konsumterror vor der Tür.