Über mich…

Als ich vor fast 7 Jahren mit dem Abnehmen und dem Bloggen begonnen habe, hätte ich nie gedacht, dass all das so erfolgreich werden würde. Ich hätte nie gedacht, so viel Lob und Unterstützung (aber auch so viel Neid) zu bekommen. Ich habe – wenn überhaupt – nur zu träumen gewagt, dass ich Anfragen von Zeitungen und Fernsehen bekomme oder dass andere Blogger über mich und mein Tun berichten möchten. Der Erfolg (auch wenn mich nicht jeder kennt) hat mich damals ganz schön überrollt – besonders mein Abnehmerfolg, den ich manchmal selbst gar nicht so sehen kann.

Als ich begonnen habe zu bloggen, wollte ich nichts für die Öffentlichkeit machen, sondern mich selbst unterstützen und mir Raum bieten, mich frei zu sprechen, von allem, was mich belastet während dieses Prozesses. Schnell fanden sich Leser, die sich selbst wieder fanden in mir und meinen Gedanken und irgendwann war so viel Gewicht weg, aber noch so viel Freude am Schreiben da, dass ich einfach nicht aufhören will.

Dieser Blog dient schon lange nicht mehr dazu, mich bei meiner Diät zu unterstützen. Zwar habe ich noch einen Weg vor mir, den ich auch gehen möchte, der aber nicht mehr mein Hauptaugenmerk in meinem Leben ist. Ich weiß, ich sollte glücklich sein mit meinem Gewicht und meinem Körper und manchmal bin ich das auch, aber die meiste Zeit habe ich mit meinem inneren dicken Mädchen zu kämpfen, welches noch immer tief in meiner Seele vor einem Spiegel steht und ihren fetten Arsch darin beobachtet. Darüber geht der Blog. Nicht um die Tatsache, wie man schnell viel Gewicht verliert (denn davon bin ich gar kein Fan), sondern um die bösen Gedanken, um die Selbstzweifel, die Sorgen und die eigenen vielleicht falschen Vorstellungen, die während des Abnehmprozesses teilweise nicht abnehmen, sondern mehr werden. Während der Körper schon lange nicht mehr abnehmen muss, und sich eigentlich wohl fühlt, irrt die dicke Seele noch immer umher und weiss nicht, wie man sich fühlen soll. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass „ich“ in einem falschen Körper gefangen bin. Einer Frau, mit einer guten Figur, einem normalen Gewicht, unspektakulären Problemen und ohne gesundheitliche Probleme.

Während mein Körper abgenommen hat, hat sich Decker (so wie mich eigentlich immer alle nannten, denn mit Übergewicht hat man auch keinen Vornamen) mit ihrer Tüte Chips im letzten Eck verkrochen und gewartet, bis der Sturm vorbei ist. Und als sie dann die Tür öffnete, war alles anders….

Nun wird es Zeit, dass ich mich mit ihr beschäftige. Dass ich mir Zeit nehme für sie. Ihr die Veränderung langsam beibringe und zeige, dass es viel besser ist als vorher.

Darum geht es ab heute hier….

The book of fat

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