2016 – ich bin raus

Das war’s also mit 2016.

Gott sei Dank.

Dieses Jahr war mehr als schlecht. Zerstörerisch. Einsam. Laut. Depressiv. Und befüllt mit so viel Tränen Leid. Bei all den schlechten Ereignissen, darf man die guten nicht vergessen und außer Acht lassen. Viel zu schnell sehen wir gleich alles schwarz und malen die Zukunft noch schwärzer. Dabei ist das manchmal gar nicht nötig. Man tut das einfach automatisch, ohne sich zu fragen, ob man es damit nicht noch schlimmer macht.

Für dieses neue Jahr habe ich mir nur eines vorgenommen: Positiv zu sein. Positiv in die Zukunft zu schauen – wie schwarz sie auch sein mag. Mich den Dingen mutig und zuversichtlich zu stellen und das Leben zu genießen, solange es geht. Gerade der letzte Monat hat mir wieder gezeigt, wie schnell das Leben so wie man es kannte, aus allen Fugen gerät und nie wieder so sein wird wie vorher. Und ich hoffe für 2017 inständig, dass es nie wieder so wird wie vorher.

Macht was draus…

Daniela

DU nicht, Schicksal – DU nicht!

Schicksalsschläge fragen nicht ob sie willkommen sind. Sie dir einfach ungefragt in die Fresse, knocken dich aus und lachen dann finger zeigend über dich. Du fühlst dich wie in einer Blase. Du schaust raus und da passiert Leben aber in deinem eigenen Leben bleibt alles stehen. Sekunden fühlen sich wie Stunden an und die Nacht macht alles noch grausamer als man es sich am Tag überhaupt vorstellen kann.

Du bist hilflos. Du schreist, aber keiner hört dich. Keiner antwortet. Und keiner kommt, um dich zu beruhigen oder zumindest eine zeit lang mit dir zu schreien. Jeder läuft einfach nur an dir vorbei. Und da wo in guten Zeiten so viele Menschen sind, ist plötzlich nichts mehr. Nur du bist noch da – eingesperrt in deinem eigenen Vacuum.

Seit Freitag lebe ich in diesem Vacuum. Ich kann nicht vor und nicht zurück. Ich sehe wie alles an mir vorbei läuft, aber kann mich selbst nicht dazu äußern. Ich weiß nicht, was morgen ist und gestern kommt mir so vor wie am Murmeltiertag. Jeden Tag der gleiche Weckruf, der gleichen Gedanken, die gleichen Tränen und der gleiche Weg.

Manchmal habe ich Sekunden, in denen ich nicht mal mehr weiß, wer ich eigentlich bin. Ich weiß nicht, welcher Wochentag heute ist, oder welches Datum. Dafür kenne ich die Besuchszeiten im Krankenhaus auswendig. Ich bin sogar schon soweit, dass ich Geschenke für die Schwestern dort vorbereite. Macht man sowas noch? Oder dürfen die gar nichts mehr nehmen?

Wir wissen alle, das 2016 eines der bescheidensten Jahre überhaupt ist. Aber dass es so scheiße (sorry) wird, dass hätte ich nicht gedacht und ich hoffe, dass dieses Jahr bald endet und man es vergessen kann. Ich will es nur noch hinter mir haben. Will was neues und besseres beginnen…..

Schicksalsschläge heißen so, weil dir das Schicksal ordentlich in die Fresse schlägt. Aber weißt du was, liebes Schicksal: Karma ist eine Schlampe – irgendwann f**** sie auch dich! Und dann werde ich da sein und finger zeigend über dich lachen. Denn weißt du noch was?

DU kriegst mich nicht klein! Niemand tut das!

Die Glücksbärchis machen Winterschlaf

Sie sind weg. Zumindest die meiste Zeit. Vielleicht machen sie Winterschlaf. Oder sind von ihrem ewigen gepolter so erschöpft, dass sie die meiste Zeit in einer Art Dämmerschlaf verbringen. Nur manchmal wachen sie noch auf, lassen sich von mir mitreißen. Von meiner Wut, meiner Rage und meinem Gefühl, dass gleich was in die Luft gesprengt wird – allein durch meinen Blick.

Von wem ich rede? Von meinen Dämonen natürlich. Die feixenden, nackten und glitschigen Viecher, die seit so vielen Monaten, Wochen, Tagen und Stunden, stehts um mich rumgeistern, mein Leben schwer machen. Ja, es sogar versauen und auch meine Waage wieder in die Höhe treiben.

10 Kilo habe ich durch die Medikamente zugenommen, die mir helfen sollten, die Dämonen im Zaum zu halten und wisst ihr, was ich festgestellt habe? Alleine und ohne die Tabletten, mache ich diesen Biestern viel mehr Angst, als mit Glückspillen – die Unterdrücken nämlich nur meinen eigenen starken Willen. Und der ist da.

Heute war ein guter Tag – wie seit einigen Tagen fast täglich – ich habe einen Eiweißshake getrunken, 1 Stunde Sport gemacht und 1500 kcal in die Luft geblasen, ich habe 1,5 Liter Grünen Tee genommen (inklusiver meiner Homöopathischen Medikamente gegen meine Erkältung, die auch schon fast weg ist) und ich habe was gegessen. Ich kann nicht sagen, dass ich ausgeglichen bin, was auch immer das heißen mag, aber bin auf einem guten Weg geradeaus.

Heute habe ich mir die Haare gefärbt. Zum ersten Mal seit Wochen wieder Haare gewaschen. Mich um mich selbst gekümmert. Und es tat so gut. Auf meinen Nägeln befindet sich sogar Nagellack – ohne dass der halbe Finger mit angemalt wurde. Und ich fühle mich gut. Ich fühle schön – wenn auch viel zu fett für meine schönen Klamotten (noch) und ich fühle mich ruhig. Beruhigt. Entspannt nahezu. Mein Magenknurren ist der einzige Laut, der sich einen Weg durch die Dunkelheit meines Schlafzimmers bahnt. Deswegen muss ich jetzt auch was essen.

Das war Tag 11

 

Eure Ela